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Drink des Jahres 2019 in der Gießener Allgemeine

Drink des Jahres 2019 in der Gießener Allgemeine

Drinks des Jahres: Kult um Kelch und Keule

Drink des Jahres 2019 in der Gießener Allgemeine

Aperol Sprizz war gestern. Aber was war der Drink 2018? Selbst der allwissende Google drückt sich um  eine Antwort herum. Negroni? Was mit Gin oder Wodka? Cocktails ohne Alkohol? Wir von der  Kreisredaktion haben unsere Entscheidung getroffen. Unser Drink des Jahres heißt Kelch. Genauer gesagt: Muschenheimer Kelch, denn in dem idyllischen Licher Stadtteil wurde der elfprozentige Mix aus Apfelsaft, Weißwein, Orangenlikör und Ingwer erfunden. H inter dem »Kelch« stecken drei Jungunternehmer. Erik Wunsch, Jonas Groos und Elena Schmitz von Hülst produzieren eigentlich Sporttrikots und organisierten nur nebenbei einen Getränkestand auf dem Muschenheimer Weihnachtsmarkt. Der Rest ist Geschichte: Der Kelch wurde Kult und der Licher Rewe-Kaufmann Uwe Schmitt auf die lokale Spezialität aufmerksam. Mittlerweile ist der fruchtige Mix, den man heiß oder kalt genießen kann, nicht  nur in Lich, sondern auch andernorts in ausgewählten Getränkemärkten, an Tankstellen und in Bars zu haben. Und der Kelch ist nicht allein: Neben ihm steht die deutlich gehaltvollere »Eiskeule«. Schmeckt nach Eisbonbon, hat aber 25 Prozent.

 

 

Quelle: https://android-hybrid.giessener-allgemeine.de/regional/kreisgiessen/Kreis-Giessen-Das-Jahr-2018-in-zehn-Geschichten-aus-dem-Kreis-Giessen;art457,533937

Wir beim Gründerstammtisch

Wir beim Gründerstammtisch

KREIS GIESSEN – (red). Wie wird aus Licher Apfelwein ein bekanntes Szene-Getränk? Und wie aus einem Brötchenshop ein Treffpunkt für Jung und Alt? Das stellt Erik Wunsch, einer der Gründer von „Muschenheim Industries“, beim Gründerstammtisch am heutigen Mittwoch, 13. November, im „Who Killed The Pig“, Schlachthofstraße 10 in Gießen, vor. Beginn ist um 19 Uhr.
Bekannt geworden ist das Unternehmen durch sein Partygetränk „Eiskeule“, einem Eisbonbon-Likör. Die Gründungsidee entstand vor fünf Jahren auf einem Weihnachtsmarkt. Die meisten Glühweine schmecken nahezu gleich. Mit einer Eigenkreation wollte Erik Wunsch das Angebot bereichern. Das war die Geburtsstunde von „Hot Toddy“ und dem „Muschenheimer Kelch“. Grundlage ist Apfelwein, gekeltert im Nachbardorf. Verkauft wird im eigenen Laden in Muschenheim und einigen Supermärkten in der näheren Umgebung. Im Laden gibt es auch Backwaren und speziell belegte Brötchen. Für den Ort ist es ein wichtiger Treffpunkt. Beim Gründerstammtisch wird Erik Wunsch zeigen, dass regionales Engagement und unternehmerischer Erfolg Hand in Hand gehen können.
Nähere Informationen gibt es unter www.gruenderstammtisch-giessen.de. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Quelle: https://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kreis-giessen/landkreis/muschenheim-industries-stellt-sich-heute-vor_20685571
Gießener Allgemeine über unseren Dorfladen

Gießener Allgemeine über unseren Dorfladen

Ein ganz besonderer Dorfladen in Muschenheim

  • Ursula Sommerlad

    vonUrsula Sommerlad

Möbel vom Trödel, Backwaren aus Lich und jede Menge kreative Ideen: Mitten in Muschenheim hat mit “Muschenheim Industries” ein ganz besonderer Dorfladen eröffnet.

Anderswo kauft man belegte Brötchen. Aber nicht bei “Muschenheim Industries”: Da ordert man einen “Busfahrer”, einen “Merzer” oder einen “Heiligen Stein”. Auch sonst fällt der Laden, der Anfang August mitten in Muschenheim eröffnet hat, aus dem Rahmen. Links des Eingangs wartet einladend ein gemütliches Sessel-Sammelsurium, darüber funkeln in einem Wandregal bunte Flaschen mit coolen Drinks. Vor der Theke kann man an einem großen Holztisch Platz nehmen. An der hinteren Wand hängen Sportklamotten von “Style Supply”, auf der Theke stehen große Glasballons mit Weingummis, Colafläschchen und anderem Süßkram. Und hinter der Theke steht Erik Wunsch.

Zu seinem Dorfladen ist Wunsch ein bisschen gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Als er am 1. Dezember 2018 das leere Ladenlokal am Alten Rathausplatz bezog, hatte er weder Brotladen noch Café im Sinn. Er suchte vielmehr nach einem neuen Standort für sein Start-up namens “Muschenheim Industries”, das kultige Drinks wie den “Muschenheimer Kelch”, “Eiskeule” oder “Hot Toddy” kreiert und vertreibt. Hinten, in der Küche, wollte er sie abfüllen, der Laden vorne sollte als “Showroom” genutzt werden. “Man muss ja eine Geschichte erzählen”, sagt der 36-Jährige.

Zutaten aus Lich

Es kam ein bisschen anders. Die Betreiber des “Brotlädchens” um die Ecke gaben ihr Geschäft aus Altersgründen auf, der Muschenheimer Dorfverein hielt Ausschau nach einer anderen Lösung für den Stadtteil mit seinen rund 900 Einwohnern und fragte bei “Muschenheim Industries” nach. Ob sie nicht Brötchen und Brot anbieten könnten. Gesagt, getan. “Ich habe dann eine Kaffee- und Milchbar angemeldet und einen großen Kühlschrank gekauft”, erzählt Wunsch. Seit Anfang August steht er täglich von 6.30 bis 11.30 Uhr hinter der Theke oder in der Küche. Nachmittags kümmert er sich um das Geschäft mit den Drinks. Sein Bruder Jonas, mit dem er “Muschenheim Industries” aufgebaut hat, kümmert sich schwerpunktmäßig ums zweite Standbein “Style Supply”, die Produktion von Sporttrikots.

An Kreativität mangelt es Erik Wunsch nicht. “Man muss probieren, was läuft. Du hast zehn Ideen und eine funktioniert. Die musst du dann vorantreiben”, sagt er.

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Die Zutaten, die im neuen Dorfladen verarbeitet werden, kommen bevorzugt aus Lich.

Mit dem bloßen Verkauf von Wasser- und Roggenbrötchen, Einback oder Sauerteigbrot gibt er sich nicht zufrieden. Er serviert auch heißen Kaffee und kalte Getränke, schmiert Stullen, die bei ihm “Das Brot” heißen und belegt “Busfahrer”, “Muschenheimer” oder “Kalli Seppel”. Dass seine ausgefallenen belegten Brötchen auch ausgefallene Namen haben, erklärt er mit einem knappen Halbsatz. “Muss ja zu uns passen.”

Die Zutaten kommen bevorzugt aus Lich. Die Wurst stammt von der Metzgerei Schneider, die Backwaren stammen vom Bäcker Röhm. “Bei uns sind sie natürlich ein bisschen teurer. Dafür muss man aber auch nicht in die Stadt fahren”, sagt der gelernte Außenhandelskaufmann, der mit seinem Konzept ganz unterschiedliche Kundenkreise erreicht. Morgens vor der Schule schauen die Kids herein, manchmal machen sie noch schnell ihre Hausaufgaben. Handwerker legen bei “Muschenheim Industries” einen Stopp fürs zweite Frühstück ein, Seniorinnen reichen Stoffbeutel über die Theke und sagen “Wie immer”. “Heute waren ganz früh auch zwei Jäger da, die kamen direkt aus dem Wald”, erzählt Wunsch.

Tauschbörse, Weinproben, Bierathlon

Was gerade erst anläuft, ist sein Lieferservice für Firmen aus der Region. Ein größeres Unternehmen hat schon angebissen: Die Mitarbeiter der Firma Merz aus Lich können jeweils freitags kollektiv belegte Brötchen made in Muschenheim ordern. Nicht umsonst heißt eine der Kreationen “Der Merzer”.

Erik Wunsch lebt seit 20 Jahren in Muschenheim. “Ich glaube, dass das hier ein Ort mit Zukunft ist”, sagt er. Und er will dazu beitragen, dass das Dorf lebendig bleibt. Vor der ersten Runde der Bürgermeisterwahl hat er zu Diskussionsabenden mit den Kandidaten eingeladen, er gehört zu den Organisatoren des Dorfflohmarkts am kommenden Wochenende. Im Laden selbst befindet sich eine regionale Wand im Aufbau. Hier gibt’s zur Zeit Kürbisse vom Matheshof in Treis und mit Blick auf den bevorstehenden Winter warme Muschenheimer Kolter. Auch eine Tauschbörse für überzähliges Obst- und Gemüse kann er sich vorstellen. Oder Weinproben. Oder einen Bierathlon.

Manche Kunden aber sind mit dem Laden, so wie er ist, schon glücklich. Zum Beispiel Elfriede Bender, die “ein Roggenmisch, eine Käsestange und ein Dinkel-Honig” verlangt und sich nebenbei noch nach der jüngsten Hochzeit im Ort erkundigt. So ein Geschäft im Dorf sei doch wichtig, sagt die Seniorin. “Vorher musste ich mir mein Brot von meiner Tochter mitbringen lassen.”

Quelle: https://www.giessener-allgemeine.de/kreis-giessen/lich-ort848773/ganz-besonderer-dorfladen-warum-start-up-unternehmen-jetzt-belegte-broetchen-verkauft-13019760.html

Erik Wunsch beim Mittelhessen Wirtschaftsforum

Erik Wunsch beim Mittelhessen Wirtschaftsforum

Aus der Region, für die Region: Mit aktuellen Nachrichten aus Politik und Gesellschaft, Kultur und Sport, Wirtschaft und Jugendthemen decken wir ein Gebiet von Wetzlar über den alten Dill-Kreis und den Kreis Marburg-Biedenkopf bis zum Landkreis Limburg-Weilburg ab. - Mittelhessen

Der Mann, der die “Eiskeule” erfand

GIESSEN – Gießen (red). Wie wird aus einem Licher Apfelwein ein bekanntes Szene-Getränk? Und wie aus einem Brötchenshop ein Treffpunkt für Jung und Alt? Das stellt Erik Wunsch, einer der Gründer von Muschenheim Industries, beim Gründerstammtisch am Mittwoch, den 13. November, im Who Killed The Pig in Gießen vor.
Bekannt geworden ist das Unternehmen durch sein Partygetränk “Eiskeule”, einen Eisbonbon-Likör. Vor allem Szene-Kneipen, aber auch einige Supermärkte verkaufen es.
Die Gründungsidee entstand vor fünf Jahren auf einem Weihnachtsmarkt. Glühweinstände sind dort die Magneten. Doch die meisten Glühweine schmecken nahezu gleich, fand Erik Wunsch. Mit einer Eigenkreation wollte er das Angebot bereichern. Das war die Geburtsstunde von “Hot Toddy” und dem “Muschenheimer Kelch”. Grundlage für diese inzwischen erfolgreichen Getränke ist Apfelwein, gekeltert im Nachbardorf.
Regionalität und
Kontakt zur Kundschaft
Verkauft werden sie im eigenen Laden in Lich-Muschenheim und einigen Supermärkten in der näheren Umgebung. Eine Ausweitung plant Erik Wunsch nicht. Regionalität und Kontakt zur Kundschaft sind ihm wichtig. Dies zeigt auch der Laden: Tische und Stühle, eine Sitzgruppe mit Ohrenbackensesseln und eine große Sammlung von Gesellschaftsspielen laden zum Verweilen ein.
Zu kaufen gibt es neben den Getränken frische Brötchen von einem Bäcker aus dem Nachbarort sowie spezielle belegte Brötchen, die längst schon über Muschenheim hinaus bekannt sind. Auch hierfür kommen alle Zutaten von Erzeugern aus der Region.
Immer mehr Muschenheimer sehen in dem Laden einen Treffpunkt mitten im Dorf. “Jemand kommt rein und möchte eigentlich nur ein paar Brötchen kaufen”, erzählt Erik Wunsch, “und dann geht er eineinhalb Stunden später wieder heim. Das ist hier normal.” Beim Gründerstammtisch wird Erik Wunsch seine Gründungsgeschichte erzählen und zeigen, dass regionales Engagement und unternehmerischer Erfolg Hand in Hand gehen können. Außerdem erhofft er sich Kontakte zu Mitstreitern, insbesondere für den strategischen Austausch. “Ich habe jeden Tag so viele Ideen”, sagt Wunsch, “was mir fehlt, ist jemand, der sortiert und streicht.”
Regelmäßiger
Austausch
Gründer schätzen den regelmäßigen Austausch und die Vernetzungsmöglichkeiten – sowohl untereinander als auch mit Beratern sowie erfahrenen Unternehmen. Einen geeigneten Rahmen bietet der “Gründerstammtisch Gießen” mit wechselnden Gästen. Der Gründerstammtisch findet jeweils am zweiten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr im “Who Killed The Pig” statt (Schlachthofstraße 10, 35398 Gießen). Der Gründerstammtisch ist eine Initiative des Technologie- und Innovationszentrums Gießen, der Wirtschaftsförderungen von Landkreis und Stadt Gießen des Entrepreneurship-Clusters Mittelhessen (ECM), der IHK Gießen-Friedberg sowie des Vereins “Region Gießener Land”. Alle Jungunternehmer sowie Gründer und Gründungsinteressierte sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Quelle:https://www.mittelhessen.de/wirtschaft/wirtschaftsforum/aus-der-wirtschaft/der-mann-der-die-eiskeule-erfand_20684371